Tesla reduziert RAM bei AI5 und AI6: Optimus-Produktion soll dadurch deutlich günstiger skalieren

Tesla reduziert RAM bei AI5 und AI6: Optimus-Produktion soll dadurch deutlich günstiger skalieren

Tesla verändert die Speicherausstattung seiner kommenden AI5- und AI6-Chips deutlich. Elon Musk zufolge wird AI5 mit 72 GB LP5-Speicher und AI6 mit 144 GB LP6 ausgestattet. Gegenüber den zuvor vorgesehenen Konfigurationen entspricht das einer Reduzierung um 50 beziehungsweise 33 Prozent.

Tesla verändert die Speicherausstattung seiner kommenden AI5- und AI6-Chips deutlich. Elon Musk zufolge wird AI5 mit 72 GB LP5-Speicher und AI6 mit 144 GB LP6 ausgestattet. Gegenüber den zuvor vorgesehenen Konfigurationen entspricht das einer Reduzierung um 50 beziehungsweise 33 Prozent.

Der Grund ist vor allem Optimus: Tesla will die benötigten Chips und Speicherkomponenten in wesentlich größeren Stückzahlen produzieren können und gleichzeitig die Kosten reduzieren.

Tesla reduziert den Speicher von AI5 und AI6

Die neuen Planungen sehen folgende Speicherkonfigurationen vor:

Tesla-Chip Neuer RAM Änderung Rechnerisch zuvor geplant
AI5 72 GB LP5 -50 % 144 GB
AI6 144 GB LP6 -33 % ca. 216 GB

Besonders deutlich fällt die Reduzierung bei AI5 aus.

Statt der ursprünglich vorgesehenen 144 GB soll der Chip nur noch mit 72 GB LP5 ausgestattet werden.

Beim nachfolgenden AI6 sinkt die Speicherkapazität von rechnerisch rund 216 GB auf 144 GB LP6.

Elon Musk nennt Optimus als Hauptgrund

Die Entscheidung hängt laut Elon Musk direkt mit Teslas Produktionsplänen für Optimus zusammen.

Musk erklärt, dass die Reduzierung notwendig sei, um ausreichende Stückzahlen für die geplante Optimus-Produktion zu erreichen.

Gleichzeitig würden dadurch die Kosten erheblich sinken.

Damit wird deutlich, wie stark Tesla AI5 und AI6 inzwischen nicht nur aus Perspektive seiner Fahrzeuge entwickelt.

Der humanoide Roboter Optimus könnte langfristig enorme Stückzahlen der Tesla-KI-Hardware benötigen.

Von 144 auf 72 GB bei AI5

Bei AI5 halbiert Tesla die geplante Speicherkapazität.

Die Rechnung ist eindeutig:

Bisher geplant: 144 GB

Neu: 72 GB

Reduzierung: 72 GB beziehungsweise 50 Prozent

Auf den ersten Blick wirkt eine Halbierung des Arbeitsspeichers wie eine erhebliche technische Einschränkung.

Musk zufolge soll der Einfluss auf die tatsächliche Optimus-Leistung jedoch vernachlässigbar sein.

Der Grund liegt darin, welcher Teil des Speichers für Teslas Anwendung tatsächlich zum limitierenden Faktor wird.

AI6 bekommt 144 GB LP6

Auch die nächste Chipgeneration AI6 wird angepasst.

Hier plant Tesla nun:

144 GB LP6

Die Kapazität wird damit um rund ein Drittel reduziert.

Aus einer Reduzierung um 33 Prozent lässt sich eine ursprünglich geplante Größenordnung von ungefähr 216 GB ableiten.

AI6 erhält damit trotz der Kürzung immer noch doppelt so viel Speicher wie AI5.

Gleichzeitig setzt Tesla mit LP6 auf eine neuere Speichergeneration.

Speicherkapazität ist laut Musk nicht der Flaschenhals

Der technisch interessanteste Teil der Aussage betrifft nicht die reine Speichergröße.

Musk zufolge ist bei Optimus nicht die verfügbare RAM-Kapazität das entscheidende Problem.

Der Flaschenhals ist vielmehr:

Memory Bandwidth – die Speicherbandbreite.

Das ist ein entscheidender Unterschied.

Speicherkapazität beschreibt, wie viele Daten gleichzeitig im Speicher gehalten werden können.

Speicherbandbreite beschreibt dagegen, wie schnell der Prozessor auf diese Daten zugreifen beziehungsweise sie zwischen Speicher und Recheneinheiten übertragen kann.

Warum Speicherbandbreite für KI so wichtig ist

Moderne KI-Prozessoren besitzen enorme Rechenleistung.

Diese Recheneinheiten müssen allerdings kontinuierlich mit Daten versorgt werden.

Sind die Daten nicht schnell genug verfügbar, warten Teile des Prozessors auf den Speicher.

Die theoretisch vorhandene Rechenleistung kann dann nicht vollständig genutzt werden.

Vereinfacht gesagt:

Ein sehr großer Speicher bringt wenig zusätzlichen Nutzen, wenn die Anwendung diese Kapazität nicht benötigt.

Ein schnellerer Speicher beziehungsweise eine höhere Bandbreite kann dagegen direkt beeinflussen, wie gut die vorhandenen Recheneinheiten ausgelastet werden.

Genau diese Situation beschreibt Musk für Optimus.

72 GB können für Optimus trotzdem ausreichen

Ein humanoider Roboter benötigt große KI-Modelle, Sensordaten und zahlreiche gleichzeitig laufende Systeme.

Trotzdem bedeutet das nicht automatisch, dass möglichst viel Arbeitsspeicher notwendig ist.

Entscheidend ist, wie groß die tatsächlich gleichzeitig benötigten Modelle und Datenstrukturen sind.

Wenn Teslas Optimus-Software zuverlässig innerhalb von 72 GB betrieben werden kann, würden zusätzliche 72 GB bei AI5 kaum einen praktischen Vorteil bringen.

Sie würden allerdings:

die Kosten erhöhen, mehr Speicherchips benötigen und die Lieferkette zusätzlich belasten.

Für ein Produkt, das Tesla irgendwann in Millionenstückzahlen produzieren möchte, können diese Faktoren wesentlich wichtiger sein als eine große Speicherreserve.

Die Optimus-Stückzahlen verändern die Anforderungen

Bei einigen Tausend Robotern wären teure Hardwarekomponenten möglicherweise weniger problematisch.

Teslas langfristige Pläne gehen allerdings wesentlich weiter.

Soll Optimus tatsächlich zu einem Massenprodukt werden, muss jede Komponente auf enorme Stückzahlen ausgelegt werden.

Das verändert die Prioritäten bei der Chipentwicklung.

Ein Speicherpaket, das beispielsweise 50 oder 100 Dollar zusätzliche Kosten verursacht, klingt bei einem einzelnen Roboter zunächst unbedeutend.

Bei einer Million Einheiten entsprechen bereits 100 Dollar Mehrkosten:

100 Millionen Dollar.

Bei zehn Millionen Einheiten wären es:

1 Milliarde Dollar.

Hardwareoptimierungen werden deshalb mit zunehmendem Produktionsvolumen wirtschaftlich immer wichtiger.

Speicherverfügbarkeit kann wichtiger als der Preis sein

Musk nennt neben den Kosten ausdrücklich die verfügbare Stückzahl als Grund.

Das ist für die Halbleiterindustrie besonders relevant.

Tesla benötigt nicht nur AI5- beziehungsweise AI6-Chips.

Auch die dazugehörigen Speicherkomponenten müssen in ausreichender Menge verfügbar sein.

Je größer die benötigte Speicherkapazität pro Chip ist, desto mehr Speicherbausteine benötigt Tesla für dieselbe Zahl an Optimus-Robotern.

Eine Halbierung von 144 auf 72 GB könnte deshalb theoretisch eine erheblich größere Zahl von Systemen mit derselben verfügbaren Speichermenge ermöglichen.

Beispiel für eine Million AI5-Systeme

Der Unterschied lässt sich mit einer vereinfachten Rechnung verdeutlichen.

Eine Million AI5-Systeme mit 144 GB würden insgesamt:

144 Millionen GB Speicher

benötigen.

Bei 72 GB wären es:

72 Millionen GB.

Tesla reduziert den gesamten Speicherbedarf für dieselbe Anzahl von Systemen damit um die Hälfte.

Bei Millionen von Optimus-Robotern entsteht daraus ein enormer Unterschied für Einkauf, Lieferketten und Produktionskapazitäten.

AI5 wird damit stärker auf reale Anforderungen optimiert

Die Änderung zeigt einen wichtigen Unterschied zwischen einem Entwicklungsprojekt und einem Massenprodukt.

Während der Entwicklungsphase ist zusätzliche Hardwarekapazität häufig hilfreich.

Bei einem Serienprodukt zählt dagegen die Frage:

Wie viel Hardware wird tatsächlich benötigt?

Jede ungenutzte Speicherreserve kostet Geld und Produktionskapazität.

Wenn Tesla festgestellt hat, dass Optimus von 144 GB gegenüber 72 GB praktisch nicht profitiert, wäre die Reduzierung aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar.

Auswirkungen auf Tesla-Fahrzeuge

AI5 ist allerdings nicht ausschließlich für Optimus relevant.

Die Chipgeneration soll auch eine zentrale Rolle bei Teslas zukünftiger Fahrzeug-KI spielen.

Deshalb stellt sich die Frage, ob die reduzierte Speicherkapazität Auswirkungen auf zukünftige FSD-Systeme haben könnte.

Aus Musks Aussage lässt sich zunächst nur ableiten, dass der Einfluss auf Optimus als vernachlässigbar eingeschätzt wird.

Die Anforderungen eines Fahrzeugs unterscheiden sich teilweise von denen eines humanoiden Roboters.

Tesla muss deshalb sicherstellen, dass auch zukünftige KI-Modelle für autonomes Fahren innerhalb der verfügbaren Hardware-Ressourcen betrieben werden können.

AI5 und AI6 werden zu universellen Tesla-KI-Plattformen

Die Entwicklung zeigt gleichzeitig, wie wichtig Teslas eigene Chips für das gesamte Unternehmen werden.

Die Hardware wird nicht mehr ausschließlich für Fahrzeuge entwickelt.

Zukünftig könnten dieselben beziehungsweise eng verwandte Chiparchitekturen in mehreren Tesla-Produkten eingesetzt werden.

Dazu gehören insbesondere:

FSD und autonomes Fahren

Cybercab

Optimus

und möglicherweise weitere KI-basierte Systeme.

Dadurch steigen die benötigten Produktionsmengen erheblich.

Optimus könnte langfristig mehr Chips benötigen als Tesla-Autos

Dieser Punkt ist besonders interessant.

Tesla produziert derzeit Fahrzeuge in Stückzahlen von mehreren Millionen Einheiten pro Jahr.

Sollte Optimus langfristig ebenfalls ein Massenprodukt werden, könnte der Bedarf an KI-Chips zusätzlich stark steigen.

Musk hat wiederholt sehr große Produktionsambitionen für humanoide Roboter beschrieben.

Ob diese Größenordnungen tatsächlich erreicht werden, bleibt abzuwarten.

Für die Hardwareplanung muss Tesla jedoch bereits Jahre vorher entsprechende Lieferketten aufbauen.

Die Reduzierung des Speicherbedarfs kann dabei helfen.

LP5 bei AI5 und LP6 bei AI6

Interessant ist außerdem der Generationswechsel beim Speicher.

AI5 soll:

72 GB LP5

verwenden.

AI6 soll:

144 GB LP6

erhalten.

Damit verdoppelt Tesla bei AI6 wieder die absolute Speicherkapazität gegenüber AI5 und wechselt gleichzeitig auf eine neuere Speichergeneration.

Eine neue Speichergeneration kann unter anderem höhere Datenraten und Verbesserungen bei der Energieeffizienz ermöglichen.

Für KI-Anwendungen ist insbesondere die erreichbare Speicherbandbreite relevant.

Das passt zu Musks Aussage, dass genau diese und nicht die reine Kapazität den eigentlichen Engpass darstellt.

Kapazität und Bandbreite sind zwei unterschiedliche Dinge

Die Unterscheidung lässt sich mit einem einfachen Vergleich erklären.

Die Speicherkapazität ist wie die Größe eines Lagers.

Die Speicherbandbreite entspricht dagegen der Anzahl der Waren, die pro Sekunde hinein- und herausgebracht werden können.

Ein doppelt so großes Lager hilft nicht unbedingt, wenn bereits ausreichend Platz vorhanden ist.

Wenn jedoch die Zufahrt zum Lager überlastet ist, benötigt man eine schnellere Transportmöglichkeit.

Bei Teslas KI-Systemen ist laut Musk genau diese „Zufahrt“ entscheidend.

Deshalb kann Tesla die Speicherkapazität reduzieren, ohne die tatsächliche Performance entsprechend zu halbieren.

Weniger RAM bedeutet nicht 50 Prozent weniger Leistung

Die Halbierung bei AI5 sollte deshalb nicht als Halbierung der KI-Leistung interpretiert werden.

RAM-Kapazität und Rechenleistung besitzen keinen direkten linearen Zusammenhang.

Ein System mit 72 GB kann bei einer Anwendung praktisch genauso schnell arbeiten wie eines mit 144 GB, solange die benötigten Daten vollständig in den vorhandenen Speicher passen und die Bandbreite nicht reduziert wird.

Erst wenn die Anwendung mehr Speicher benötigt als physisch vorhanden ist, wird die geringere Kapazität problematisch.

Tesla scheint davon auszugehen, dass dieser Punkt bei Optimus nicht erreicht wird.

Analyse: Tesla optimiert AI5 jetzt auf Millionen Stück statt maximale Spezifikationen

Die Entscheidung ist vor allem aus Sicht der Massenproduktion interessant.

Auf dem Papier sieht eine Reduzierung von 144 auf 72 GB zunächst nach einem deutlichen Downgrade aus.

Wenn zusätzliche Kapazität jedoch praktisch nicht genutzt wird, wäre sie bei Millionen produzierten Einheiten vor allem eines:

teuer.

Tesla scheint deshalb AI5 und AI6 stärker auf die tatsächlichen Anforderungen von Optimus zu optimieren.

Dabei wird nicht versucht, möglichst beeindruckende technische Daten zu erreichen.

Stattdessen geht es um das Verhältnis aus:

Leistung, Kosten und Produktionsvolumen.

Genau diese Optimierung wird entscheidend, wenn Tesla Optimus tatsächlich in sehr großen Stückzahlen bauen möchte.

Die eigentliche Herausforderung könnte die Lieferkette werden

Teslas Aussage zeigt außerdem, dass die Skalierung von Optimus nicht nur von der Roboterproduktion abhängt.

Für jeden Roboter werden zahlreiche komplexe Komponenten benötigt.

KI-Prozessoren, Speicher, Kameras, Motoren, Aktuatoren, Leistungselektronik und Batterien müssen gleichzeitig in ausreichender Stückzahl verfügbar sein.

Bereits eine einzelne Komponente kann zum Produktionsengpass werden.

Wenn große Speicherkonfigurationen die verfügbare Menge an AI5-Systemen begrenzen würden, wäre eine Reduzierung deshalb ein logischer Schritt.

Tesla optimiert damit nicht nur einen Chip.

Das Unternehmen optimiert die gesamte Lieferkette rund um Optimus.

Fazit: Tesla halbiert AI5-RAM zugunsten von Kosten und Stückzahlen

Tesla verändert die Speicherausstattung seiner kommenden KI-Chips erheblich.

AI5 erhält 72 GB LP5 statt der zuvor vorgesehenen 144 GB – eine Reduzierung um 50 Prozent.

AI6 soll 144 GB LP6 erhalten – rund 33 Prozent weniger als zuvor geplant.

Elon Musk nennt dafür zwei wesentliche Gründe:

höhere verfügbare Produktionsmengen für Optimus

und

deutlich niedrigere Kosten.

Auf die tatsächliche Optimus-Leistung soll die Reduzierung laut Musk nur einen vernachlässigbaren Einfluss haben.

Der entscheidende technische Engpass sei nicht die gesamte Speicherkapazität, sondern die Speicherbandbreite.

Damit zeigt sich eine wichtige Verschiebung bei Teslas KI-Hardwarestrategie.

AI5 und AI6 werden nicht ausschließlich auf maximale technische Spezifikationen optimiert. Tesla muss die Chips so konstruieren, dass sie zu vertretbaren Kosten in enormen Stückzahlen produziert werden können.

Soll Optimus tatsächlich zum Massenprodukt werden, könnte genau diese Skalierbarkeit am Ende wichtiger sein als zusätzliche Gigabyte, die in der Praxis kaum genutzt werden.

Tesla-Zubehör für Model 3, Model Y, Model S und Model X findet ihr bei Tessi-Supply.

Mit dem Rabattcode BLOG10 spart ihr 10 % auf passendes Tesla-Zubehör.

Für Tesla-Winterkompletträder könnt ihr den Code ILOVETESSI verwenden und erhaltet kostenlosen Versand.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.