Tesla Semi erhält historischen Großauftrag: ZET SCALE bestellt 2.500 Elektro-Lkw

Tesla Semi erhält historischen Großauftrag: ZET SCALE bestellt 2.500 Elektro-Lkw

Tesla hat einen der bislang bedeutendsten Erfolge für den Tesla Semi erzielt. Die neue ZET SCALE Alliance hat Tesla nach einem wettbewerblichen Auswahlverfahren zum primären Hersteller für einen Großauftrag über 2.500 batterieelektrische Class-8-Lkw bestimmt.

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Tesla hat einen der bislang bedeutendsten Erfolge für den Tesla Semi erzielt. Die neue ZET SCALE Alliance hat Tesla nach einem wettbewerblichen Auswahlverfahren zum primären Hersteller für einen Großauftrag über 2.500 batterieelektrische Class-8-Lkw bestimmt.

Nach Angaben der Initiatoren handelt es sich um den größten Auftrag für elektrische Class-8-Trucks in der Geschichte der USA. Allein die 2.500 bestellten Fahrzeuge könnten den derzeitigen Bestand elektrischer Class-8-Lkw in den Vereinigten Staaten nahezu verdoppeln.

Hinter der Initiative stehen große Verlader und Unternehmen. Zu den genannten Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Microsoft und PepsiCo. Langfristig verfolgt ZET SCALE ein noch deutlich größeres Ziel: 10.000 elektrische Class-8-Lkw und mehr sollen über das Programm auf die Straße gebracht werden.

Tesla Semi Großauftrag – die wichtigsten Daten

Punkt ZET SCALE Großauftrag
Fahrzeuge 2.500 batterieelektrische Class-8-Lkw
Primärer Hersteller Tesla
Sekundäre Hersteller Kenworth, RIDE und Volvo
Programm ZET SCALE
Genannte Gründungsunternehmen Microsoft und PepsiCo
Einsatzgebiete 10 große US-Logistikregionen
Langfristiges Ziel 10.000+ elektrische Lkw
Finanzierung ZET Financial
Modell Leasing mit reduziertem Restwertrisiko

Für Tesla ist vor allem die Position als Primary OEM von Bedeutung. Das Unternehmen konnte sich in einem unabhängigen und wettbewerblichen RFP-Verfahren gegen andere Hersteller durchsetzen.

Bewertet wurden unter anderem Preis, Reichweite, Ladefähigkeit und Produktionskapazität.

Sind tatsächlich 2.500 Tesla Semi bestellt?

Hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig.

Tesla kommuniziert die Meldung als Großauftrag für den Semi. Die offizielle Mitteilung der ZET SCALE Alliance formuliert jedoch etwas genauer.

Tesla wurde als primärer OEM für die ersten 2.500 Fahrzeuge ausgewählt. Gleichzeitig wurden Kenworth, RIDE und Volvo als sekundäre Hersteller bestimmt. Flottenbetreiber können damit abhängig von ihren Anforderungen auch Fahrzeuge dieser Hersteller einsetzen.

Die offizielle Mitteilung bestätigt deshalb bislang nicht eindeutig, dass tatsächlich sämtliche 2.500 Fahrzeuge Tesla Semi sein werden.

Fest steht jedoch: Tesla ist der bevorzugte beziehungsweise primäre Hersteller für diesen ersten Großauftrag.

Damit könnte ein erheblicher Teil der Fahrzeuge auf den Tesla Semi entfallen.

Was ist ZET SCALE?

ZET SCALE steht für:

Zero-Emission Truck Shipper-Carrier Alliance Leading Electrification

Das Programm wird gemeinsam von Catalyst Mobility, dem früheren CALSTART, und dem Smart Freight Centre betrieben.

Die Idee dahinter ist vergleichsweise einfach: Statt dass einzelne Unternehmen jeweils kleine Mengen elektrischer Lkw bestellen, wird die Nachfrage mehrerer großer Verlader gebündelt.

Dadurch entsteht eine wesentlich größere Bestellung.

Für die Hersteller bedeutet das höhere Stückzahlen und bessere Planbarkeit. Gleichzeitig sollen die beteiligten Flottenbetreiber von günstigeren Konditionen profitieren.

Genau dieser Ansatz führte jetzt zur Bestellung von 2.500 batterieelektrischen Class-8-Trucks.

Microsoft und PepsiCo unterstützen die Initiative

Zu den genannten Gründungsunternehmen gehören zwei weltweit bekannte Konzerne:

Microsoft und PepsiCo.

Gerade PepsiCo besitzt bereits Erfahrung mit dem Tesla Semi. Das Unternehmen gehörte zu den ersten großen Kunden, die den elektrischen Lkw von Tesla im regulären Betrieb eingesetzt haben.

Mit ZET SCALE soll dieses Prinzip nun auf eine wesentlich größere Anzahl von Unternehmen und Transportrouten übertragen werden.

Dabei geht es nicht nur um den Kauf der Fahrzeuge.

Die Initiative versucht gleichzeitig, mehrere der größten Hindernisse bei der Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs zu lösen:

  • hohe Anschaffungskosten

  • unsicherer Restwert elektrischer Lkw

  • Ladeinfrastruktur

  • Verfügbarkeit großer Fahrzeugmengen

  • Finanzierung

  • Planbarkeit für Speditionen

Gerade die Bündelung großer Bestellmengen könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen.

2.500 Elektro-Lkw könnten den aktuellen Bestand nahezu verdoppeln

Die Dimension des Auftrags zeigt sich beim Vergleich mit dem bestehenden Markt.

Nach Angaben von Catalyst Mobility und Smart Freight Centre würde eine Bestellung von 2.500 batterieelektrischen Class-8-Lkw den aktuellen US-Bestand in diesem Segment nahezu verdoppeln.

Damit geht es nicht mehr um einzelne Testflotten mit zehn oder zwanzig Fahrzeugen.

ZET SCALE versucht, elektrische Schwerlast-Lkw direkt in wesentlich größeren Stückzahlen in den regulären Logistikbetrieb zu bringen.

Sollte das Konzept funktionieren, könnte der nächste Schritt nochmals erheblich größer werden.

ZET SCALE plant mehr als 10.000 Elektro-Lkw

Die 2.500 Fahrzeuge sind nur die erste Stufe.

Das langfristige Ziel der Alliance liegt bei:

10.000 Class-8-Elektro-Lkw und mehr.

Weitere Verlader und Transportunternehmen sollen sich der Initiative anschließen können.

Damit könnte aus dem ersten Großauftrag ein dauerhaftes Beschaffungsprogramm für elektrische Schwerlastfahrzeuge entstehen.

Für Tesla ist deshalb nicht nur der aktuelle Auftrag interessant. Entscheidend könnte sein, ob das Unternehmen auch bei zukünftigen Bestellrunden seine Position als primärer Hersteller halten kann.

Einsatz in zehn großen US-Logistikregionen

Die ersten Fahrzeuge sollen gezielt in Regionen eingesetzt werden, in denen besonders viel Frachtverkehr stattfindet.

Geplant sind Einsätze in zehn großen Logistikregionen:

  1. Southern California / Los Angeles

  2. Northern California / Stockton

  3. Central California / Bakersfield

  4. Seattle / Tacoma

  5. Houston

  6. Dallas

  7. San Antonio

  8. Chicago

  9. Atlanta

  10. Northern New Jersey / Newark / New York City

Die Konzentration auf große Logistikzentren hat einen entscheidenden Vorteil.

Ladeinfrastruktur kann dort von einer großen Zahl elektrischer Lkw genutzt werden. Dadurch lässt sich die Auslastung leistungsfähiger Ladeparks deutlich erhöhen.

Gerade bei elektrischen Schwerlast-Lkw ist dieser Punkt wichtig, da wesentlich höhere Ladeleistungen benötigt werden als bei normalen Elektroautos.

Warum Tesla als primärer Hersteller ausgewählt wurde

Die Auswahl erfolgte nicht ausschließlich anhand eines einzelnen Kriteriums.

Im RFP wurden die Hersteller unter anderem hinsichtlich folgender Faktoren bewertet:

Kriterium Bedeutung
Preis Anschaffungs- und Betriebskosten
Reichweite Einsatzmöglichkeiten auf längeren Routen
Ladefähigkeit Standzeiten und Ladeinfrastruktur
Produktionskapazität Fähigkeit zur Lieferung großer Stückzahlen

Tesla konnte sich bei dieser Gesamtbewertung die Position als primärer OEM sichern.

Für den Tesla Semi ist das besonders wichtig, weil sich das Fahrzeug damit zunehmend von kleineren Pilotprojekten in Richtung großer kommerzieller Flotten bewegt.

Leasing soll ein wichtiges Problem elektrischer Lkw lösen

Ein besonders interessanter Bestandteil des Programms ist die Finanzierung.

ZET Financial stellt die Bestellung aus und soll die Fahrzeuge über ein sogenanntes Fair Market Value Lease bereitstellen.

Das Modell soll eines der größten Probleme neuer elektrischer Nutzfahrzeuge reduzieren: den unsicheren Restwert.

Bei einem klassischen Kauf trägt der Flottenbetreiber das Risiko, welchen Wert ein elektrischer Lkw nach mehreren Jahren noch besitzt.

Das ist bei einer relativ neuen Fahrzeugklasse schwierig einzuschätzen.

Batteriealterung, technische Weiterentwicklung und zukünftige Gebrauchtwagenpreise können den Restwert erheblich beeinflussen.

Das ZET-Leasingmodell soll dieses Risiko stärker vom eigentlichen Flottenbetreiber trennen.

Dadurch könnte der Einstieg in elektrische Lkw insbesondere für kleinere und mittelgroße Transportunternehmen attraktiver werden.

Warum der Auftrag für den Tesla Semi so wichtig ist

Der Tesla Semi wurde bereits 2017 erstmals vorgestellt. Bis zum Beginn der ersten Auslieferungen vergingen anschließend mehrere Jahre.

Seitdem wurden die Fahrzeuge unter anderem bei PepsiCo und weiteren Flottenbetreibern eingesetzt.

Die entscheidende Herausforderung war jedoch immer die Skalierung.

Ein elektrischer Schwerlast-Lkw kann technisch überzeugen – für einen echten Einfluss auf den amerikanischen Lkw-Markt müssen aber Tausende oder langfristig Zehntausende Fahrzeuge produziert werden.

Genau deshalb ist der ZET-SCALE-Auftrag für Tesla interessant.

Tesla wird hier nicht nur als einer von mehreren möglichen Lieferanten geführt, sondern wurde nach einem wettbewerblichen Auswahlverfahren als primärer Hersteller bestimmt.

Analyse

Der ZET-SCALE-Auftrag könnte einen wichtigen Übergang für den Tesla Semi markieren.

Bislang standen vor allem kleinere Flotten, Tests und einzelne Großkunden im Mittelpunkt. Eine Beschaffungsinitiative mit zunächst 2.500 und langfristig mehr als 10.000 elektrischen Lkw bewegt sich dagegen in einer anderen Größenordnung.

Noch wichtiger ist möglicherweise das Geschäftsmodell dahinter.

ZET SCALE bündelt die Nachfrage verschiedener Unternehmen, um größere Stückzahlen zu erreichen. Hersteller können dadurch ihre Produktion besser planen und wettbewerbsfähigere Preise anbieten.

Gleichzeitig reduziert das Leasingmodell das finanzielle Risiko für die Betreiber.

Damit werden mehrere Probleme gleichzeitig adressiert, die bislang eine schnelle Verbreitung elektrischer Schwerlast-Lkw gebremst haben.

Für Tesla kommt die Entwicklung zudem zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Der Hersteller arbeitet daran, die Produktion des Semi deutlich hochzufahren. Große und planbare Aufträge sind notwendig, damit eine entsprechende Serienproduktion wirtschaftlich ausgelastet werden kann.

Entscheidend wird nun sein, wie viele der 2.500 Fahrzeuge tatsächlich Tesla Semi werden und wie schnell die Auslieferungen erfolgen können.

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Fazit

Tesla wurde von der ZET SCALE Alliance als primärer Hersteller für einen historischen Auftrag über 2.500 batterieelektrische Class-8-Lkw ausgewählt. Die Initiatoren bezeichnen ihn als größten Auftrag dieser Art in den USA. Die zusätzliche Fahrzeugmenge könnte den derzeitigen Bestand elektrischer Class-8-Trucks nahezu verdoppeln.

Neben Tesla stehen mit Kenworth, RIDE und Volvo weitere Hersteller als sekundäre OEMs zur Verfügung. Deshalb ist derzeit noch nicht bestätigt, dass alle 2.500 bestellten Fahrzeuge tatsächlich Tesla Semi sein werden.

Trotzdem ist die Auswahl ein bedeutender Schritt für Teslas Lkw-Programm. Noch größer ist das langfristige Potenzial: ZET SCALE will seine gemeinsame Beschaffung auf 10.000 elektrische Lkw und darüber hinaus ausbauen.

Damit beginnt für den Tesla Semi möglicherweise die entscheidende Phase: weg von vergleichsweise kleinen Flotten und hin zum elektrischen Schwerlastverkehr in industriellem Maßstab.

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