SpaceX hat eine neue Informationsseite zu seinen Starlink V3-Satelliten veröffentlicht und dabei zahlreiche technische Details der nächsten Satellitengeneration bekannt gegeben.
Die neuen V3-Satelliten sollen nicht nur deutlich leistungsfähiger sein als die aktuelle V2-Generation, sondern auch die Grundlage für den weiteren Ausbau des weltweiten Starlink-Netzes bilden. Besonders beeindruckend sind die massiv gesteigerte Datenkapazität, neue Antennentechnologien sowie ein vollständig überarbeitetes Laser- und Backhaul-System.
Bis zu 1 Terabit pro Sekunde Downlink
Die größte Verbesserung betrifft die maximale Datenkapazität.
Jeder Starlink V3-Satellit bietet:
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1 Tbit/s Downlink-Kapazität
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160 Gbit/s Uplink-Kapazität
Zum Vergleich:
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Downlink: rund 10-mal höher als bei Starlink V2
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Uplink: rund 22-mal höher als bei Starlink V2
Damit kann jeder einzelne Satellit erheblich mehr Nutzer gleichzeitig versorgen.
Mehr als 2.000 Funkstrahlen gleichzeitig
Auch die Antennentechnik wurde grundlegend überarbeitet.
Starlink V3 verfügt über:
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2.048 Downlink-Beams
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2.048 Uplink-Beams
Zum Vergleich bot Starlink V2:
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192 Downlink-Beams
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144 Uplink-Beams
Diese enorme Steigerung ermöglicht eine deutlich feinere Verteilung der verfügbaren Bandbreite und erhöht die Netzkapazität insbesondere in dicht besiedelten Regionen.
Neue Beamformer- und Modem-Chips
SpaceX setzt bei der V3-Generation auf komplett neu entwickelte Halbleiter.
Dazu gehören:
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neue Beamformer-Chips für die Phased-Array-Antennen,
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leistungsfähigere Modem-Chips mit rund 64-fach höherem Datendurchsatz pro Chip.
Dadurch kann das Netzwerk wesentlich mehr Nutzer gleichzeitig bedienen und die verfügbaren Funkstrahlen dynamisch dorthin verlagern, wo aktuell die höchste Nachfrage besteht.
Petabit-Lasernetz zwischen den Satelliten
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation zwischen den Satelliten.
Jeder Starlink V3-Satellit erhält:
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6 Laserlinks mit jeweils 400 Gbit/s
Diese bilden ein hochredundantes Laser-Mesh-Netzwerk im Weltraum, das Daten nahezu weltweit zwischen Satelliten weiterleiten kann – auch in Regionen ohne nahegelegene Bodenstationen.
Deutlich stärkeres Backhaul-System
Auch die Verbindung zu den Bodenstationen wird massiv ausgebaut.
Neu sind:
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vier Quad-Band-RF-Backhaul-Antennen,
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Unterstützung der Frequenzbänder Ka, E, V und W,
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1,2 Tbit/s RF-Backhaul-Kapazität.
Damit steigt die Backhaul-Leistung auf mehr als das Achtfache der Starlink-V2-Generation.
Zusätzlich unterstützt das System 60 GHz Spektrum über mehrere Frequenzbereiche und Polarisationen – rund 4,3-mal mehr als bisher.
Neue Solarmodule liefern doppelte Leistung
Auch die Energieversorgung wurde vollständig überarbeitet.
Die neuen Solararrays:
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erzeugen rund doppelt so viel Leistung wie bei Starlink V2,
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bestehen aus kontinuierlich gefertigten Solarbahnen,
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werden in 19 Meter lange Segmente geschnitten,
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und jeweils aus vier Segmenten zu einem Solarpanel zusammengesetzt.
Zudem wurden die Solarmodule aerodynamisch optimiert, um den Luftwiderstand in der niedrigen Erdumlaufbahn zu reduzieren.
Starship ermöglicht völlig neue Dimensionen
Ein entscheidender Vorteil ergibt sich aus dem geplanten Einsatz der Starship-Rakete.
Nach Angaben von SpaceX kann ein einziger Starship-Start mit Starlink V3-Satelliten rund 20-mal mehr Netzkapazität ins All bringen als ein heutiger Falcon-9-Start mit Starlink V2-Satelliten.
Dies liegt sowohl an der deutlich höheren Nutzlast der Starship als auch an der wesentlich leistungsfähigeren V3-Hardware.
Grundlage für Direct-to-Cell der nächsten Generation
Die neue V3-Technologie soll außerdem die Basis für zukünftige Starlink Mobile Gen 2-Satelliten bilden.
Ziel ist es, Smartphones künftig direkt über Satelliten mit Geschwindigkeiten zu versorgen, die mit terrestrischen LTE-Netzen vergleichbar sind – und das ohne spezielle Hardware oder Änderungen am Smartphone.
Damit könnte sich die weltweite Mobilfunkversorgung insbesondere in abgelegenen Regionen deutlich verbessern.
Fazit
Mit den veröffentlichten Informationen macht SpaceX deutlich, dass die Starlink V3-Satelliten weit mehr als eine gewöhnliche Weiterentwicklung darstellen. Höhere Datenraten, über 2.000 Funkstrahlen pro Satellit, leistungsfähigere Laserverbindungen, neue Beamformer- und Modem-Chips sowie ein stark erweitertes Backhaul-System sollen die Kapazität des Starlink-Netzes auf ein neues Niveau heben.
In Kombination mit der Starship-Rakete könnte die V3-Generation den bislang größten Technologiesprung in der Geschichte von Starlink markieren und gleichzeitig den Weg für zukünftige Dienste wie Direct-to-Cell Gen 2 ebnen.


