Belgischer Verkehrsminister widerspricht Berichten über angeblichen Tesla-FSD-Unfall

Belgischer Verkehrsminister widerspricht Berichten über angeblichen Tesla-FSD-Unfall

Ein mutmaßlich erster Unfall in Belgien im Zusammenhang mit Tesla Full Self-Driving (FSD) hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Nun hat der flämische Mobilitätsminister den Vorfall öffentlich eingeordnet und den zuvor veröffentlichten Berichten widersprochen.

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Ein mutmaßlich erster Unfall in Belgien im Zusammenhang mit Tesla Full Self-Driving (FSD) hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Nun hat der flämische Mobilitätsminister den Vorfall öffentlich eingeordnet und den zuvor veröffentlichten Berichten widersprochen.

Nach Angaben des Ministers soll sich der Unfall nicht auf einen Fehler der FSD-Technologie zurückführen lassen.

Fahrer soll selbst eingegriffen haben

Laut der Stellungnahme des Ministers kam es zu dem Unfall, nachdem der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug wieder übernommen hatte.

Anschließend soll dieser ein riskantes Fahrmanöver ausgeführt haben.

Der Minister erklärte sinngemäß:

„Der Unfall ereignete sich offenbar, nachdem der Fahrer übernommen und ein riskantes Manöver durchgeführt hatte. Daher kann der Unfall nicht der FSD-Technologie zugeschrieben werden.“

Sollte diese Darstellung zutreffen, wäre das Assistenzsystem zum Zeitpunkt des eigentlichen Unfallgeschehens nicht mehr für das Fahrmanöver verantwortlich gewesen.

Kritik an der Berichterstattung

Besonders kritisch bewertet wird die Berichterstattung der belgischen Zeitung De Morgen.

Nach Angaben des Ministers lagen der Redaktion die Informationen über das Eingreifen des Fahrers bereits vor. Dennoch soll dieser entscheidende Aspekt im veröffentlichten Artikel nicht erwähnt worden sein.

Sollte dies zutreffen, könnte dadurch der Eindruck entstanden sein, dass der Unfall unmittelbar durch Teslas FSD-System verursacht worden sei, obwohl die bisher bekannten Informationen auf einen manuellen Fahrereingriff hindeuten.

Warum die Unterscheidung wichtig ist

Bei Fahrerassistenzsystemen wie Tesla FSD (Supervised) ist entscheidend, ob sich das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Unfalls tatsächlich noch unter der Kontrolle des Systems befand oder ob der Fahrer bereits selbst gelenkt und beschleunigt beziehungsweise gebremst hat.

Ein Unfall nach einer manuellen Übernahme ist nicht automatisch ein technischer Fehler des Assistenzsystems.

Deshalb untersuchen Behörden bei entsprechenden Vorfällen regelmäßig:

  • Wann der Fahrer übernommen hat,

  • welche Fahrzeugfunktionen aktiv waren,

  • welche Eingaben der Fahrer vorgenommen hat,

  • und wodurch der Unfall letztlich verursacht wurde.

FSD bleibt ein überwachtes Fahrerassistenzsystem

Tesla weist darauf hin, dass FSD (Supervised) weiterhin ein Fahrerassistenzsystem ist.

Der Fahrer muss jederzeit:

  • aufmerksam bleiben,

  • den Verkehr beobachten,

  • eingriffsbereit sein und

  • die Verantwortung für das Fahrzeug übernehmen.

Auch wenn das System viele Fahraufgaben unterstützt, ersetzt es den Fahrer derzeit nicht vollständig.

Fazit

Nach der Klarstellung des flämischen Mobilitätsministers spricht der aktuelle Informationsstand dagegen, den mutmaßlich ersten belgischen Unfall unmittelbar der Tesla-FSD-Technologie zuzuschreiben. Demnach soll der Fahrer vor dem Unfall die Kontrolle übernommen und anschließend ein riskantes Manöver ausgeführt haben.

Gleichzeitig wirft der Vorfall Fragen zur Berichterstattung auf, da laut Minister dieser wesentliche Sachverhalt in einem Medienbericht nicht berücksichtigt wurde. Eine abschließende Bewertung bleibt den zuständigen Ermittlungsbehörden vorbehalten.

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