Nach der ersten Genehmigung von Tesla Full Self-Driving (Supervised) in den Niederlande hat sich nun auch die norwegische Straßenbehörde Statens vegvesen (SVV) geäußert. Klar wird: Der Weg zu einer europaweiten Zulassung ist komplexer als gedacht und hängt von einem mehrstufigen Prüfverfahren auf EU-Ebene ab.
Was jetzt in Europa passiert
Die Entscheidung aus den Niederlande ist nur der Anfang:
- Start eines EU-weiten Prüfprozesses
- Regulierungsbehörden aus verschiedenen Ländern analysieren die Entscheidung
- Möglichkeit für Rückfragen, Anpassungen und Verzögerungen
- Am Ende steht eine Abstimmung über eine breitere Zulassung
Wichtig:
Es gibt aktuell keinen festen Zeitplan für eine Entscheidung.
Rolle von Norwegen im Prozess
Obwohl Norwegen nicht Teil der EU ist, spielt das Land dennoch eine wichtige Rolle:
- Teilnahme am Prüfprozess möglich
- Kein Stimmrecht bei der finalen Entscheidung
- Aktive technische und sicherheitsrelevante Bewertung
Die Statens vegvesen kann somit Einfluss nehmen – auch ohne direkt mit abzustimmen.
Diese Punkte will Norwegen besonders prüfen
Die norwegische Behörde setzt klare Schwerpunkte:
1. Leistung unter nordischen Bedingungen
- Schnee, Eis und schlechte Sicht
- Komplexe Straßenverhältnisse
- Verhalten des Systems bei extremem Wetter
2. Risiko von Missverständnissen durch Fahrer
- Versteht der Fahrer die Grenzen von FSD korrekt?
- Gefahr von Übervertrauen in das System
3. Sicherheit & Missbrauch
- Umgang mit Fehlverhalten
- Anforderungen an Monitoring und Reporting
- Prävention von falscher Nutzung
EU-Zulassung ≠ automatische Freigabe in Norwegen
Ein entscheidender Punkt:
Selbst wenn die EU FSD freigibt, bedeutet das nicht automatisch eine sofortige Nutzung in Norwegen.
- Eigene nationale Prüfung möglich
- Anpassungen an lokale Anforderungen
- Verzögerte Einführung wahrscheinlich
Ein ähnliches Vorgehen gab es bereits bei
Ford BlueCruise.
Europa bleibt ein komplexer Markt
Die Reaktion aus Norwegen zeigt:
- Europa ist kein einheitlicher Markt
- Nationale Besonderheiten spielen eine große Rolle
- Sicherheitsbedenken bleiben zentral
Für Tesla bedeutet das:
- Weitere Tests und Anpassungen notwendig
- Unterschiedliche Rollout-Geschwindigkeiten je Land
- Enge Zusammenarbeit mit Regulierern entscheidend
Fazit
Die Stellungnahme der Statens vegvesen macht deutlich:
Der Weg für Tesla Full Self-Driving in Europa ist offen – aber keineswegs frei von Hürden.
Während die Niederlande Tempo machen, könnten andere Länder den Prozess verlangsamen oder eigene Anforderungen stellen.
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