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Tesla enthüllt neuen Roadster: Drei Versionen, Raketenantrieb und Beschleunigung unter einer Sekunde

Tesla hat die nächste Generation seines Roadsters vorgestellt und dabei die Grenzen eines klassischen Elektro-Sportwagens deutlich verschoben. Der neue Roadster erscheint in drei Versionen: Performance, Thrust und Rocket.

SpaceX greift Mobilfunkanbieter an: Starlink Mobile erhält Genehmigung für 15.000 Satelliten Du liest Tesla enthüllt neuen Roadster: Drei Versionen, Raketenantrieb und Beschleunigung unter einer Sekunde 6 Minuten

Tesla hat die nächste Generation seines Roadsters vorgestellt und dabei die Grenzen eines klassischen Elektro-Sportwagens deutlich verschoben. Der neue Roadster erscheint in drei Versionen: Performance, Thrust und Rocket.

Während das Einstiegsmodell bereits in weniger als 1,6 Sekunden auf 60 mph beschleunigen soll, verspricht Tesla für die leistungsstärkste Rocket-Version einen Wert von unter 0,59 Sekunden. Noch spektakulärer ist die angekündigte Fähigkeit, mithilfe von Kaltgasdüsen kurzzeitig abzuheben und Flugmanöver auszuführen.

Die Präsentation fand am 15. Oktober 2026 auf einem SpaceX-Testgelände in McGregor, Texas, statt. Dabei demonstrierte Tesla einen Prototyp, der mithilfe eines speziellen Ansaugsystems kopfüber fahren und anschließend mit zusätzlichen Schubdüsen durch die Luft manövrieren konnte. Damit geht der neue Roadster weit über das ursprüngliche Konzept hinaus, das Tesla bereits 2017 vorgestellt hatte.

Drei Roadster-Versionen mit unterschiedlichen Leistungsstufen

Tesla verfolgt beim neuen Roadster eine ungewöhnliche Strategie. Anstelle einer einzigen Hochleistungsversion gibt es drei Varianten, die jeweils unterschiedliche Einsatzbereiche abdecken sollen.

Eigenschaft Performance Thrust Rocket
Beschleunigung 0–60 mph Unter 1,6 s Unter 0,9 s Unter 0,59 s
Beschleunigung 0–96,6 km/h Unter 1,6 s Unter 0,9 s Unter 0,59 s
Sitzplätze 2 2 1
Aktive Aerodynamik Ja Ja Ja
Ansaugsystem Ja Ja Ja
Kaltgas-Schubdüsen Nein Am Heck Rund um das Fahrzeug
Flugmanöver Nein Nicht vorgesehen Ja
Einsatzbereich Straße Rennstrecke Spezielle Flug- und Fahrmanöver

Die Beschleunigungswerte sind Herstellerziele und noch keine unabhängig bestätigten Serienfahrzeugwerte.

Tesla Roadster Performance: Extremer Sportwagen für die Straße

Bereits die Performance-Version soll Fahrleistungen bieten, die weit über denen herkömmlicher Sportwagen liegen. Tesla nennt eine Beschleunigung von 0 auf 60 mph in weniger als 1,6 Sekunden.

Eine Besonderheit ist das sogenannte Multi-Mode-Suction-System. Dabei erzeugen leistungsstarke Ventilatoren unter dem Fahrzeug einen Unterdruck, der den Roadster stärker an die Fahrbahn presst.

Anders als klassische aerodynamische Abtriebssysteme kann diese Technik grundsätzlich auch bei niedrigen Geschwindigkeiten zusätzliche Anpresskraft erzeugen. In Verbindung mit aktiven Aerodynamikelementen soll dies insbesondere die Kurvengeschwindigkeit und Traktion verbessern.

Die Performance-Version verfügt über zwei feste Schalensitze und ist als straßentaugliche Ausführung vorgesehen.

Tesla Roadster Thrust: Mit Kaltgasdüsen unter 0,9 Sekunden

Mit dem Roadster Thrust erweitert Tesla das Konzept um eine Technologie aus der Raumfahrt. Zusätzliche Kaltgas-Schubdüsen am Heck sollen die Beschleunigung unterstützen.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Elektroantrieb, bei dem die Antriebskraft über die Reifen übertragen wird, erzeugen diese Düsen zusätzlichen Schub durch das Ausstoßen von komprimiertem Gas.

Dadurch soll der Roadster Thrust in weniger als 0,9 Sekunden von 0 auf 60 mph beschleunigen können.

Das Fahrzeug besitzt weiterhin zwei Sitzplätze und richtet sich stärker an den Einsatz auf Rennstrecken. Ob und unter welchen Bedingungen die Schubdüsen im öffentlichen Straßenverkehr verwendet werden dürfen, ist noch offen.

Tesla Roadster Rocket: Ein Elektroauto, das fliegen kann

Die spektakulärste Version ist der Tesla Roadster Rocket. Anders als die beiden anderen Varianten verfügt dieses Modell nur über einen Sitzplatz und besitzt zusätzliche Kaltgasdüsen rund um die Karosserie.

Die Düsen sollen nicht nur die Vorwärtsbeschleunigung unterstützen, sondern auch vertikalen Schub und kontrollierte Drehbewegungen ermöglichen.

Bei der Vorstellung zeigte Tesla entsprechende Manöver mit einem Prototyp. Das Fahrzeug hob ab, drehte sich in der Luft und landete anschließend wieder auf dem Boden.

Tesla spricht damit erstmals bei einem Roadster ausdrücklich von Flugfähigkeiten. Gemeint sind allerdings keine klassischen Langstreckenflüge wie bei einem Flugzeug, sondern kurze, durch Schubdüsen unterstützte Flug- und Sprungmanöver.

Für die Rocket-Version nennt Tesla eine Beschleunigung von 0 auf 60 mph in weniger als 0,59 Sekunden. Das entspricht rund 96,6 km/h und wäre eine außergewöhnliche Leistung für ein Fahrzeug dieser Klasse.

Ob diese Werte im Serienzustand reproduzierbar sind, muss sich noch zeigen.

Reichweite, Höchstgeschwindigkeit und Innenraum

Neben den unterschiedlichen Antriebskonzepten teilen sich die drei Roadster-Versionen eine Reihe grundlegender Eigenschaften.

Tesla nennt eine Reichweite von mehr als 300 Meilen, was über 483 Kilometern entspricht. Die maximale Geschwindigkeit soll je nach Ausführung mehr als 230 mph beziehungsweise rund 370 km/h erreichen.

Auch der Innenraum unterscheidet sich deutlich von bisherigen Tesla-Modellen. Das Cockpit ist stark fahrerorientiert gestaltet und verfügt über ein Yoke-Lenkrad mit Steer-by-Wire-Technologie. Ergänzt wird es durch einen zentralen Touchscreen und zwei kleinere Displays im vorderen Sichtbereich.

Als Farbgebung wurde Ano White vorgestellt. Im Innenraum kombiniert Tesla Ultrawhite mit grauen Mikrofaser-Akzenten. Feste Schalensitze sollen die Insassen auch bei extremen Beschleunigungs- und Kurvenkräften stabilisieren.

SpaceX-Technologie als entscheidender Unterschied

Die Zusammenarbeit mit SpaceX spielt beim neuen Roadster eine zentrale Rolle. Insbesondere die Kaltgasdüsen stammen aus einem technischen Ansatz, der sich deutlich von klassischen Automobilantrieben unterscheidet.

Das System nutzt unter hohem Druck gespeichertes Gas, das kontrolliert durch spezielle Düsen ausgestoßen wird. Der entstehende Rückstoß kann zusätzliche Kräfte auf das Fahrzeug übertragen.

Während die Performance-Version ihre außergewöhnlichen Fahreigenschaften vor allem durch den elektrischen Antrieb und das Ansaugsystem erreichen soll, ergänzen Thrust und Rocket diese Technik um zusätzliche Schubsysteme.

Allerdings bringt die Technologie auch Herausforderungen mit sich. Dazu gehören das Gewicht der Druckbehälter, die verfügbare Gasmenge, die Sicherheit und die gesetzlichen Anforderungen.

Gerade bei der Rocket-Version dürfte die Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr eine der größten offenen Fragen bleiben.

Wann kommt der neue Tesla Roadster auf den Markt?

Nach jahrelangen Verzögerungen hat Tesla nun einen neuen Zeitplan genannt. Die Produktion des Roadsters soll 2028 beginnen.

Für die Performance-Version werden Reservierungen mit einer Anzahlung von 50.000 US-Dollar angeboten. Bei der Thrust-Version liegt die erforderliche Anzahlung bei 250.000 US-Dollar. Die Rocket-Version soll nur auf Einladung erhältlich sein.

Endgültige Verkaufspreise hat Tesla bislang nicht veröffentlicht.

Damit bleibt der neue Roadster zunächst ein technologisches Prestigeprojekt, das zeigen soll, welche extremen Fahrleistungen durch die Kombination von Elektroantrieb, aktiver Aerodynamik und Raumfahrttechnologie möglich sind.

Fazit

Mit dem neuen Roadster präsentiert Tesla weit mehr als einen gewöhnlichen elektrischen Supersportwagen. Bereits die Performance-Version soll außergewöhnliche Beschleunigungswerte erreichen, während die Thrust-Version mit zusätzlichen Kaltgasdüsen neue Maßstäbe setzen könnte.

Die Rocket-Version geht noch einen Schritt weiter. Ihre Fähigkeit, kurzzeitig abzuheben und kontrollierte Flugmanöver auszuführen, macht sie zu einem der ungewöhnlichsten Fahrzeugkonzepte der Automobilindustrie.

Die entscheidende Frage wird sein, wie viel von dieser Technologie tatsächlich in die Serienproduktion gelangt. Die Präsentation hat gezeigt, dass Tesla entsprechende Funktionen an einem Prototyp demonstrieren kann. Ob daraus ein alltagstaugliches und zulassungsfähiges Serienfahrzeug entsteht, bleibt abzuwarten.

Mit dem geplanten Produktionsbeginn 2028 dürfte der Roadster jedenfalls eines der ambitioniertesten Projekte in Teslas Fahrzeuggeschichte bleiben.

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