Die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) hat ihren vorläufigen Untersuchungsbericht zum tödlichen Unfall eines Tesla Model 3 veröffentlicht, der sich am 19. Juni 2026 in Katy, Texas, ereignete.
Dem Bericht zufolge war Teslas FSD (Supervised) zum Zeitpunkt des Unfalls aktiviert. Die aus dem Fahrzeug ausgelesenen Daten zeigen jedoch, dass der Fahrer das System unmittelbar vor dem Aufprall durch vollständiges Durchtreten des Gaspedals (100 %) manuell übersteuerte.
Diese Erkenntnis stützt die bisherige Aussage von Tesla, dass eine Eingabe des Fahrers maßgeblich zum Unfallhergang beigetragen hat. Die Untersuchung ist jedoch noch nicht abgeschlossen.
Fahrer übernahm die Kontrolle durch Vollgas
Laut NTSB ergaben die Fahrzeugdaten:
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Der Fahrer aktivierte FSD (Supervised).
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Kurz vor dem Unfall wurde das System durch 100 % Gaspedalstellung übersteuert.
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Das Fahrzeug erreichte dabei eine Geschwindigkeit von über 70 mph (rund 113 km/h).
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Auf der Straße galt ein Tempolimit von 30 mph (etwa 48 km/h).
Bei Teslas FSD (Supervised) kann der Fahrer jederzeit durch Lenk-, Brems- oder Gaspedaleingaben die Kontrolle übernehmen. Das vollständige Durchtreten des Gaspedals gilt als eindeutige Fahreraktion.
Fahrzeug fuhr geradeaus in ein Wohnhaus
Der Unfall ereignete sich auf der Rose Hollow Lane in Katy, einer zweispurigen Wohnstraße.
Nach Angaben der NTSB:
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endet die Straße an einer Kreuzung,
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der Verkehr muss dort nach rechts abbiegen,
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das Tesla Model 3 fuhr jedoch geradeaus weiter,
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verließ die Fahrbahn,
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überquerte teilweise eine Grundstückseinfahrt,
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und prallte anschließend gegen ein Wohnhaus.
Videoaufnahmen einer Überwachungskamera bestätigten laut Bericht diesen Fahrweg.
Eine Person im Haus kam ums Leben
Der Unfall hatte schwerwiegende Folgen.
Nach Angaben der NTSB:
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wurde ein Bewohner des Hauses tödlich verletzt,
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der 44-jährige Fahrer erlitt lediglich leichte Verletzungen.
Zum Unfallzeitpunkt herrschten:
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klares Wetter,
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trockene Fahrbahn,
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Tageslicht.
Hinweise auf schlechte Sicht- oder Straßenverhältnisse nennt der vorläufige Bericht nicht.
Untersuchung läuft weiter
Die NTSB betont ausdrücklich, dass der nun veröffentlichte Bericht vorläufig ist.
An der Untersuchung beteiligt sind:
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die Harris County Sheriff's Office,
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sowie Tesla.
Die Behörde untersucht weiterhin sämtliche Aspekte des Unfallhergangs, um die wahrscheinliche Unfallursache zu ermitteln. Erst im Abschlussbericht wird die NTSB ihre endgültigen Feststellungen und mögliche Sicherheitsempfehlungen veröffentlichen.
Bedeutung für die Diskussion um FSD
Der Bericht liefert eine wichtige technische Information: Die ausgelesenen Fahrzeugdaten zeigen, dass der Fahrer das aktivierte FSD (Supervised) unmittelbar vor dem Aufprall durch vollständiges Betätigen des Gaspedals übersteuerte.
Diese Feststellung beantwortet jedoch nicht alle Fragen zum Unfall. Die NTSB untersucht weiterhin unter anderem den genauen Ablauf, mögliche menschliche Faktoren sowie die Rolle der Fahrassistenzsysteme. Bis zum Abschluss der Ermittlungen wurde noch keine endgültige Unfallursache festgestellt.
Fazit
Der vorläufige Bericht der NTSB zeigt, dass der Fahrer des verunglückten Tesla Model 3 das aktivierte FSD (Supervised) unmittelbar vor dem Unfall durch 100 % Gaspedalstellung manuell übersteuerte. Das Fahrzeug fuhr anschließend mit mehr als 70 mph in ein Wohnhaus, obwohl auf der Straße lediglich 30 mph erlaubt waren.
Die neuen Erkenntnisse stützen Teslas Aussage, dass eine Fahreraktion unmittelbar vor dem Aufprall erfolgte. Dennoch ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen. Die NTSB wird nach Abschluss ihrer Ermittlungen die wahrscheinliche Unfallursache sowie mögliche Empfehlungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit veröffentlichen.


