Tesla bringt die ersten echten V4-Supercharger nach Europa – 500 kW Ladeleistung rücken näher

Tesla bringt die ersten echten V4-Supercharger nach Europa – 500 kW Ladeleistung rücken näher

Tesla startet in Europa die nächste Ausbaustufe seines Supercharger-Netzwerks. In Norwegen gehen nun die ersten Standorte in Betrieb, die nicht nur die bekannten V4-Ladesäulen nutzen, sondern erstmals auch das neue V4-Cabinet im Hintergrund einsetzen.

Tesla startet in Europa die nächste Ausbaustufe seines Supercharger-Netzwerks. In Norwegen gehen nun die ersten Standorte in Betrieb, die nicht nur die bekannten V4-Ladesäulen nutzen, sondern erstmals auch das neue V4-Cabinet im Hintergrund einsetzen.

Damit wird aus der bisherigen V4-Optik erstmals ein vollständiges V4-System – und das könnte langfristig Ladeleistungen von bis zu 500 kW ermöglichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tesla installiert die ersten vollständigen V4-Supercharger in Europa.

  • Der erste bekannte Standort befindet sich in Norwegen.

  • Erstmals kommt das neue V4-Cabinet zum Einsatz.

  • Ladeleistungen von bis zu 500 kW werden technisch möglich.

  • Unterstützung für 400-Volt- und 800-Volt-Fahrzeuge.

  • Besonders interessant für Elektroautos anderer Hersteller.

Was bisher als V4 galt

In den vergangenen Monaten hat Tesla bereits zahlreiche sogenannte V4-Supercharger in Europa aufgebaut.

Dabei handelte es sich jedoch häufig um eine Kombination aus:

  • neuen V4-Ladesäulen,

  • längeren Ladekabeln,

  • modernisiertem Design,

während die eigentliche Leistungstechnik weiterhin auf den bekannten V3-Cabinets basierte.

Für Tesla-Fahrer machte dies im Alltag kaum einen Unterschied, da die maximale Ladeleistung weiterhin auf dem Niveau der bisherigen V3-Infrastruktur lag.

Jetzt kommt das neue V4-Cabinet

Der entscheidende Unterschied der neuen Generation befindet sich nicht an der Ladesäule selbst, sondern im Hintergrund.

Das neue V4-Cabinet übernimmt die Stromversorgung und Leistungssteuerung der gesamten Station.

Vorteile des V4-Cabinets

Merkmal V3-System V4-System
Maximale Leistung bis 250 kW bis 500 kW
Spannung 400 Volt optimiert 400–1.000 Volt
Unterstützung für 800-Volt-Fahrzeuge Eingeschränkt Vollständig
Zukunftssicherheit Hoch Sehr hoch
Skalierbarkeit Begrenzt Deutlich erweitert

Damit schafft Tesla die technische Grundlage für die nächste Generation von Elektrofahrzeugen.

Besonders wichtig für 800-Volt-Fahrzeuge

Während aktuelle Tesla-Modelle überwiegend mit 400-Volt-Architekturen arbeiten, setzen viele moderne Elektroautos inzwischen auf 800 Volt.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Porsche Macan Electric

  • Porsche Taycan

  • Audi A6 e-tron

  • Audi Q6 e-tron

  • Hyundai Ioniq 5

  • Hyundai Ioniq 6

  • Kia EV6

  • Kia EV9

  • Lucid Air

  • XPENG G9

Diese Fahrzeuge können ihr Ladepotenzial an bisherigen V3-Standorten oft nicht vollständig ausschöpfen.

Mit der neuen V4-Technik könnte sich das künftig ändern.

Warum Tesla das Supercharger-Netz öffnet

Tesla öffnet sein Ladenetz in Europa seit mehreren Jahren schrittweise für Fahrzeuge anderer Hersteller.

Je mehr Fremdmarken Zugang erhalten, desto wichtiger wird die Unterstützung unterschiedlicher Batteriesysteme und Spannungsarchitekturen.

Das neue V4-Cabinet wurde genau für diese Anforderungen entwickelt.

Sind 500 kW bereits verfügbar?

Theoretisch ermöglicht das neue System Ladeleistungen von bis zu 500 kW.

Ob diese Leistung sofort genutzt werden kann, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:

  • Fahrzeugtechnik

  • Batterietemperatur

  • Netzanschlussleistung

  • Softwarefreigaben

  • Fahrzeughersteller

Aktuell existieren nur wenige Elektroautos, die dauerhaft Leistungen in dieser Größenordnung aufnehmen können.

Dennoch schafft Tesla damit die Infrastruktur für die kommenden Fahrzeuggenerationen.

Bedeutung für Tesla-Fahrer

Auch wenn aktuelle Tesla-Modelle die 500-kW-Grenze noch nicht erreichen, profitieren Tesla-Fahrer dennoch von der neuen Infrastruktur.

Mögliche Vorteile:

  • höhere Netzstabilität

  • bessere Lastverteilung

  • schnellere zukünftige Fahrzeuge

  • kürzere Wartezeiten bei hoher Auslastung

  • langfristig höhere Ladeleistungen

Tesla investiert damit in die Zukunft seines Ladenetzwerks und schafft gleichzeitig eine Plattform für kommende Fahrzeuggenerationen.

Fazit

Mit den ersten vollständigen V4-Supercharger-Standorten in Norwegen beginnt für Tesla in Europa eine neue Ladegeneration. Während viele bisherige V4-Standorte lediglich die neue Säulenoptik boten, kommt nun erstmals auch das leistungsstarke V4-Cabinet zum Einsatz. Die Unterstützung von bis zu 1.000 Volt sowie das Potenzial für 500 kW Ladeleistung machen die neue Technik besonders interessant für moderne 800-Volt-Elektroautos. Damit stärkt Tesla seine Position als Betreiber eines der leistungsfähigsten Schnellladenetze weltweit.

Würdet ihr künftig lieber am Tesla-Supercharger laden als an den Schnellladern anderer Anbieter, wenn dort 500 kW Ladeleistung verfügbar wären?

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