Morgan Stanley: Starlink könnte bis 2040 von Milliarden Robotern genutzt werden

Morgan Stanley: Starlink könnte bis 2040 von Milliarden Robotern genutzt werden

Die Investmentbank Morgan Stanley sieht für SpaceX Starlink enormes Wachstumspotenzial – und zwar weit über den klassischen Internetzugang hinaus. Laut Analyst Adam Jonas könnten künftig vor allem autonome Fahrzeuge, Drohnen und humanoide Roboter zu den wichtigsten Kunden des Satellitennetzwerks werden.

Japan testet Starlink an Hydrantenschildern für Notfall-WLAN Du liest Morgan Stanley: Starlink könnte bis 2040 von Milliarden Robotern genutzt werden 3 Minuten Weiter Starlink stoppt vorübergehend Neukunden in Teilen Kenias

Die Investmentbank Morgan Stanley sieht für SpaceX Starlink enormes Wachstumspotenzial – und zwar weit über den klassischen Internetzugang hinaus. Laut Analyst Adam Jonas könnten künftig vor allem autonome Fahrzeuge, Drohnen und humanoide Roboter zu den wichtigsten Kunden des Satellitennetzwerks werden.

In einer aktuellen Analyse prognostiziert Morgan Stanley, dass bis 2040 weltweit rund 2,2 Milliarden Roboter im Einsatz sein könnten. Ein erheblicher Teil davon könnte über Starlink miteinander kommunizieren und Daten austauschen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Morgan Stanley sieht Roboter als größte langfristige Chance für Starlink.

  • Bis 2040 könnten weltweit 2,2 Milliarden Roboter im Einsatz sein.

  • Starlink soll autonome Fahrzeuge, Drohnen, eVTOLs und humanoide Roboter vernetzen.

  • Rund 34 % der prognostizierten Connectivity-Umsätze im Jahr 2040 sollen auf Starlink-vernetzte Roboter entfallen.

  • Bereits 2029 könnten Roboter laut Morgan Stanley mehr als 10 % der Starlink-Abonnementumsätze ausmachen.

Künstliche Intelligenz braucht globale Konnektivität

Nach Einschätzung von Morgan Stanley wird künstliche Intelligenz künftig nicht nur in Rechenzentren, sondern zunehmend in der realen Welt eingesetzt.

Dazu gehören unter anderem:

  • autonome Fahrzeuge,

  • humanoide Roboter,

  • Lieferroboter,

  • Serviceroboter,

  • Drohnen,

  • eVTOL-Fluggeräte.

Damit diese Systeme jederzeit Daten austauschen, Software aktualisieren und miteinander kommunizieren können, wird eine zuverlässige Internetverbindung benötigt – auch außerhalb klassischer Mobilfunknetze.

Milliarden Roboter bis 2040

Für das Jahr 2040 geht Morgan Stanley von insgesamt rund:

2,2 Milliarden Robotern weltweit

aus.

Diese teilt die Investmentbank in drei Hauptgruppen ein:

  • autonome Fahrzeuge,

  • Drohnen und eVTOLs,

  • sonstige Roboter (darunter humanoide und Serviceroboter).

Starlink könnte einen großen Teil verbinden

Morgan Stanley rechnet mit folgenden Durchdringungsraten:

Robotertyp Erwartete Starlink-Nutzung bis 2040
Autonome Fahrzeuge 40 %
Drohnen & eVTOLs 33 %
Humanoide und sonstige Roboter 20 %

Im Durchschnitt kalkuliert die Investmentbank mit einem monatlichen Umsatz pro verbundenem Gerät von etwa 35 US-Dollar.

Enormes Umsatzpotenzial

Laut der Analyse könnten bis 2040 insgesamt rund:

688 Milliarden US-Dollar Connectivity-Umsatz

entstehen.

Davon würden etwa:

34 %

auf Starlink-vernetzte Roboter entfallen.

Bereits bis 2029 könnten Roboter nach Einschätzung von Morgan Stanley mehr als 10 % der gesamten Starlink-Abonnementerlöse ausmachen.

Vergleich mit anderen Satellitennetzwerken

Anbieter Schwerpunkt
Starlink Internet für Privatkunden, Unternehmen, Luftfahrt, Schifffahrt und künftig autonome Systeme
Amazon Project Kuiper Satelliteninternet für Verbraucher und Unternehmen
OneWeb Unternehmens- und Behördenlösungen
Eutelsat Satellitenkommunikation und Konnektivität
SES Satellitenkommunikation für Industrie und Behörden

Durch die bereits bestehende weltweite Infrastruktur besitzt Starlink aus Sicht vieler Analysten eine starke Ausgangsposition für zukünftige KI- und Robotikanwendungen.

Expertenanalyse

Die Prognosen von Morgan Stanley verdeutlichen, wie stark sich die Rolle von Satelliteninternet in den kommenden Jahrzehnten verändern könnte. Während Starlink heute vor allem Privatkunden, Unternehmen sowie Flugzeuge und Schiffe verbindet, könnten künftig Milliarden autonomer Systeme auf eine permanente Datenverbindung angewiesen sein. Besonders für Roboter, die außerhalb klassischer Mobilfunknetze arbeiten – etwa in abgelegenen Regionen oder auf hoher See –, bietet Satellitenkommunikation einen entscheidenden Vorteil.

Gleichzeitig handelt es sich bei den genannten Zahlen ausdrücklich um Prognosen eines Analystenhauses. Ob tatsächlich 2,2 Milliarden Roboter bis 2040 im Einsatz sein werden oder Starlink die angenommenen Marktanteile erreicht, hängt von zahlreichen technologischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen ab.

Fazit

Morgan Stanley sieht in der Robotik das möglicherweise größte langfristige Wachstumspotenzial für Starlink. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, könnten bis 2040 Milliarden autonomer Fahrzeuge, Drohnen und Roboter über das Satellitennetz kommunizieren. Für SpaceX würde dies einen völlig neuen Milliardenmarkt eröffnen, der weit über das heutige Geschäft mit privaten Internetanschlüssen hinausgeht.