Tesla verbessert Model Y in Asien-Pazifik: Mehr Reichweite und deutlich bessere Beschleunigung

Tesla verbessert Model Y in Asien-Pazifik: Mehr Reichweite und deutlich bessere Beschleunigung

Tesla hat mehrere technische Daten des Model Y in China und Australien aktualisiert. Besonders auffällig sind die höhere Reichweite des Model Y L in China und deutlich bessere Beschleunigungswerte der Allradvarianten in Australien.

Tesla hat mehrere technische Daten des Model Y in China und Australien aktualisiert. Besonders auffällig sind die höhere Reichweite des Model Y L in China und deutlich bessere Beschleunigungswerte der Allradvarianten in Australien.

Hintergrund könnte eine überarbeitete vordere Antriebseinheit sein: In neuen Fahrzeugdaten taucht der neue TL2-Antrieb anstelle des bisherigen 3D3-Motors auf.

Tesla Model Y: Das sind die neuen Werte

Die Änderungen betreffen aktuell unterschiedliche Varianten des Model Y im asiatisch-pazifischen Raum.

Markt Modell Neuer Wert Bisher Verbesserung
China Model Y L 776 km Reichweite 751 km +25 km
Australien Model Y Premium Long Range AWD 0–100 km/h in 4,3 s 4,8 s -0,5 s
Australien Model Y L Long Range AWD 0–100 km/h in 4,5 s 5,0 s -0,5 s

Damit verbessert Tesla sowohl die Effizienz beziehungsweise homologierte Reichweite als auch die Fahrleistungen ausgewählter Model-Y-Versionen.

Model Y L erreicht in China jetzt 776 Kilometer

Die chinesische Version des Model Y L erhält eine höhere angegebene Reichweite.

Der neue Wert liegt bei:

776 Kilometern

Zuvor waren es:

751 Kilometer

Damit steigt die offizielle Reichweitenangabe um 25 Kilometer beziehungsweise rund 3,3 Prozent.

Wichtig ist allerdings der zugrunde liegende chinesische Testzyklus. Solche Reichweitenwerte können nicht direkt mit europäischen WLTP-Angaben oder amerikanischen EPA-Werten verglichen werden.

Die Verbesserung innerhalb desselben Testverfahrens ist dennoch interessant.

Neue Antriebseinheit könnte hinter der Verbesserung stecken

Besonders interessant ist, dass parallel zu den veränderten technischen Daten Hinweise auf eine neue vordere Antriebseinheit aufgetaucht sind.

Dabei wird der bisherige:

3D3

durch den neuen:

TL2

ersetzt.

Damit könnte Tesla die Hardware des Allradantriebs weiterentwickelt haben.

Ob sämtliche Verbesserungen ausschließlich auf den TL2 zurückzuführen sind, lässt sich aus den neuen technischen Daten allein allerdings nicht sicher ableiten.

Neben einem effizienteren Elektromotor können beispielsweise auch Änderungen an Wechselrichter, Motorsteuerung, Software, Reifen oder Homologation Einfluss auf Reichweite und Beschleunigung haben.

Model Y Premium Long Range AWD wird deutlich schneller

Noch auffälliger ist die Änderung in Australien.

Das Model Y Premium Long Range AWD benötigt für den Sprint von 0 auf 100 km/h jetzt nur noch:

4,3 Sekunden

Bislang waren es:

4,8 Sekunden

Tesla verbessert die Beschleunigung damit um eine halbe Sekunde.

Das entspricht einer Reduzierung der benötigten Zeit um gut 10 Prozent.

Für eine laufende technische Überarbeitung ohne komplett neue Modellgeneration ist das eine bemerkenswerte Verbesserung.

Nur noch 4,3 Sekunden auf 100 km/h

Mit 4,3 Sekunden erreicht das Model Y Premium Long Range AWD mittlerweile Fahrleistungen, die vor wenigen Jahren noch klar im Bereich leistungsstarker Sportlimousinen lagen.

Interessant ist dabei vor allem, dass es sich weiterhin um die reichweitenorientierte Long-Range-Allradversion handelt und nicht um das Model Y Performance.

Tesla verkleinert damit zumindest bei der reinen Beschleunigung den Abstand zwischen den verschiedenen Leistungsstufen.

Die Performance-Version behält dennoch weitere Unterschiede bei Fahrwerk, Bremsen, Rädern, Abstimmung und Leistungscharakteristik.

Auch das Model Y L wird schneller

Die zweite große Änderung in Australien betrifft das längere Model Y L.

Das Model Y L Long Range AWD beschleunigt nun in:

4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Der bisherige Wert lag bei:

5,0 Sekunden.

Auch hier beträgt die Verbesserung exakt eine halbe Sekunde.

Gerade beim Model Y L ist dieser Wert bemerkenswert, da die verlängerte Version größer und auf eine stärkere Kombination aus Platzangebot, Komfort und Alltagstauglichkeit ausgerichtet ist.

Warum 0,5 Sekunden einen großen Unterschied darstellen

Eine halbe Sekunde klingt zunächst nach einer kleinen Veränderung.

Bei einer Beschleunigungszeit von unter fünf Sekunden ist sie allerdings erheblich.

Beim Model Y Premium Long Range AWD sinkt die Zeit von 4,8 auf 4,3 Sekunden.

Das entspricht einer Verbesserung von rund:

10,4 Prozent.

Beim Model Y L geht es von 5,0 auf 4,5 Sekunden.

Hier beträgt die Verbesserung:

10 Prozent.

Tesla hat die Beschleunigung damit nicht lediglich um einige Hundertstelsekunden optimiert.

Die Veränderung dürfte bei voller Beschleunigung auch für den Fahrer deutlich spürbar sein.

TL2 statt 3D3: Was könnte sich geändert haben?

Elektromotoren und Antriebseinheiten werden bei Tesla kontinuierlich weiterentwickelt.

Eine neue Drive Unit kann beispielsweise Verbesserungen bei mehreren Faktoren ermöglichen:

Effizienz, maximale Leistung, thermisches Verhalten, Dauerleistung, Produktionskosten und Gewicht.

Gerade die Kombination aus höherer Reichweite in China und stärkerer Beschleunigung in Australien macht die neue Antriebseinheit interessant.

Ein effizienterer Motor kann bei normaler Fahrt weniger Energie benötigen und gleichzeitig unter hoher Last mehr Leistung bereitstellen.

Ob genau das beim TL2 der Fall ist, muss allerdings durch detaillierte technische Daten bestätigt werden.

Mehr Leistung muss nicht automatisch mehr Verbrauch bedeuten

Elektromotoren unterscheiden sich von Verbrennungsmotoren in einem entscheidenden Punkt.

Eine höhere maximale Leistungsfähigkeit bedeutet nicht zwangsläufig einen höheren Energieverbrauch im normalen Fahrbetrieb.

Entscheidend ist der Wirkungsgrad in den jeweiligen Last- und Drehzahlbereichen.

Ein weiterentwickelter Motor kann deshalb unter hoher Last mehr Leistung liefern und gleichzeitig im typischen Fahrbetrieb effizienter arbeiten.

Genau diese Kombination wäre für Tesla besonders interessant.

Reichweitensteigerung des Model Y L ist ebenfalls bemerkenswert

Beim chinesischen Model Y L steigt die Reichweite gleichzeitig um 25 Kilometer.

Von 751 auf 776 Kilometer bedeutet das eine Steigerung von etwa 3,3 Prozent.

Eine solche Verbesserung kann bei einem bereits optimierten Elektroauto durchaus relevant sein.

Tesla arbeitet seit Jahren daran, Reichweitensteigerungen nicht ausschließlich über größere Batterien zu erreichen.

Verbesserungen bei Motoren, Wechselrichtern, Software, Aerodynamik und Reifen können ebenfalls zusätzliche Kilometer ermöglichen.

Kein Beleg für eine größere Batterie

Aus der höheren Reichweitenangabe lässt sich deshalb nicht automatisch ableiten, dass Tesla dem Model Y L eine größere Batterie spendiert hat.

Wenn die nutzbare Batteriekapazität unverändert bleibt, müsste die zusätzliche Reichweite aus einer höheren Gesamteffizienz oder einer veränderten Homologation resultieren.

Gerade der gleichzeitig beobachtete Wechsel der vorderen Drive Unit macht eine technische Effizienzverbesserung als mögliche Erklärung interessant.

Solange Tesla keine detaillierten technischen Angaben veröffentlicht, sollte dies jedoch als mögliche Ursache und nicht als bestätigte Erklärung betrachtet werden.

Tesla entwickelt bestehende Fahrzeuge kontinuierlich weiter

Die Änderung passt zu Teslas grundsätzlicher Produktstrategie.

Bei klassischen Autoherstellern werden größere technische Veränderungen häufig mit einem neuen Modelljahr oder Facelift verbunden.

Tesla führt viele Änderungen dagegen direkt während des laufenden Produktionszyklus ein.

Dadurch können zwei äußerlich nahezu identische Model Y unterschiedliche Hardware besitzen.

Der Wechsel von 3D3 auf TL2 wäre ein weiteres Beispiel dafür.

Neue Hardware wird für Gebrauchtwagenkäufer immer wichtiger

Diese Strategie hat allerdings Konsequenzen.

Bei einem gebrauchten Tesla reicht es zunehmend nicht mehr aus, lediglich Modell, Baujahr und Antriebsvariante zu kennen.

Produktionszeitpunkt und verbaute Hardware können ebenfalls relevant sein.

Das betrifft inzwischen beispielsweise:

Antriebseinheiten, Infotainment-Hardware, Fahrwerkskomponenten, Kamerasysteme, V2L-Fähigkeit und weitere technische Details.

Ein neueres Fahrzeug kann dadurch trotz identischer Modellbezeichnung relevante technische Verbesserungen besitzen.

Kommt der TL2-Antrieb auch nach Europa?

Für europäische Tesla-Fahrer ist genau diese Frage besonders interessant.

Die aktuellen Änderungen betreffen zunächst Fahrzeuge im asiatisch-pazifischen Raum.

Eine Einführung der neuen Antriebseinheit in Europa ist daraus nicht automatisch abzuleiten.

Tesla nutzt allerdings häufig technische Weiterentwicklungen später auch in anderen Produktionsstandorten beziehungsweise Märkten.

Deshalb wird interessant sein, ob TL2 zukünftig auch bei europäischen Model-Y-Versionen auftaucht.

Könnte das europäische Model Y Long Range ebenfalls schneller werden?

Sollte Tesla die neue Antriebseinheit nach Europa bringen, bedeutet das ebenfalls nicht automatisch, dass europäische Fahrzeuge exakt dieselben Beschleunigungswerte erhalten.

Motorleistung und Beschleunigung können abhängig von Batterie, Software, Homologation und Fahrzeugkonfiguration unterschiedlich ausfallen.

Die australische Verbesserung zeigt jedoch, welches Potenzial offenbar vorhanden ist.

Ein Model Y Long Range AWD mit einer Beschleunigungszeit um 4,3 Sekunden würde auch in Europa einen deutlichen Sprung darstellen.

Ob Tesla diese Abstimmung übernimmt, bleibt abzuwarten.

Analyse: Der neue Motor ist interessanter als die Zahlen selbst

Die neuen Reichweiten- und Beschleunigungswerte sind bereits bemerkenswert.

Noch interessanter ist jedoch die mögliche technische Ursache.

Sollte der TL2 tatsächlich für einen relevanten Teil der Verbesserungen verantwortlich sein, hätte Tesla eine neue Generation beziehungsweise Weiterentwicklung seiner vorderen Antriebseinheit eingeführt, die sowohl bei Effizienz als auch Leistung Vorteile bieten könnte.

Die Kombination wäre typisch für die Weiterentwicklung moderner Elektroantriebe.

Statt lediglich mehr Leistung freizugeben, kann Tesla versuchen, den gesamten Wirkungsgrad der Drive Unit zu verbessern.

Das würde erklären, warum gleichzeitig Fahrzeuge mit höherer Reichweite und deutlich besserer Beschleunigung auftauchen.

Für eine abschließende Bewertung fehlen allerdings noch detaillierte technische Informationen zum TL2.

Model Y erhält derzeit ungewöhnlich viele Hardware-Upgrades

Die Änderung kommt außerdem zu einem interessanten Zeitpunkt.

Tesla hat gerade weitere technische Verbesserungen für Model 3 und Model Y in mehreren Märkten eingeführt.

Dazu gehört insbesondere Vehicle-to-Load (V2L) bei entsprechend ausgestatteten 2027er Fahrzeugen.

Beim Model 3 kommen zusätzlich ein neuer 16-Zoll-Bildschirm, schwarzer Dachhimmel und die neue Innenraumfarbe Zen Grey hinzu.

Der mögliche Wechsel von 3D3 auf TL2 zeigt nun, dass Tesla parallel auch unter der Karosserie weiterarbeitet.

Fazit: Tesla verbessert Reichweite und Beschleunigung des Model Y

Tesla hat die technischen Daten mehrerer Model-Y-Versionen im asiatisch-pazifischen Raum aktualisiert.

Das chinesische Model Y L erreicht jetzt 776 Kilometer statt bisher 751 Kilometer Reichweite – eine Verbesserung um 25 Kilometer beziehungsweise rund 3,3 Prozent.

In Australien wird das Model Y Premium Long Range AWD deutlich schneller und beschleunigt nun in 4,3 statt 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Beim Model Y L Long Range AWD sinkt die Zeit gleichzeitig von 5,0 auf 4,5 Sekunden.

Parallel gibt es Hinweise auf eine neue vordere Antriebseinheit:

TL2 ersetzt den bisherigen 3D3-Motor.

Ob der neue Antrieb allein für die verbesserten Werte verantwortlich ist, ist noch nicht abschließend bestätigt. Die zeitliche Kombination macht einen Zusammenhang jedoch technisch interessant.

Für Europa stellt sich damit die nächste Frage: Kommt die neue TL2 Drive Unit auch in das europäische Model Y – und bringt sie hier ebenfalls mehr Effizienz und Leistung?

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