Tesla startet FSD (Supervised) v14 Lite für Hardware 3

Tesla startet FSD (Supervised) v14 Lite für Hardware 3

Tesla hat mit der Verteilung von FSD (Supervised) v14 Lite begonnen. Das Update wird zunächst an Early-Access-Nutzer über die Softwareversion 2026.20.5.1 ausgeliefert und richtet sich speziell an Fahrzeuge mit Hardware 3 (HW3).

Tesla hat mit der Verteilung von FSD (Supervised) v14 Lite begonnen. Das Update wird zunächst an Early-Access-Nutzer über die Softwareversion 2026.20.5.1 ausgeliefert und richtet sich speziell an Fahrzeuge mit Hardware 3 (HW3).

Besonders spannend: Tesla hat große Teile der KI-Verbesserungen von Hardware 4 (HW4) auf HW3 übertragen. Möglich wird dies durch ein sogenanntes Knowledge Distillation-Verfahren, bei dem das leistungsfähigere HW4-System als Trainingsgrundlage für HW3 dient.

Das Wichtigste im Überblick

  • Tesla startet den Rollout von FSD (Supervised) v14 Lite.

  • Das Update erscheint mit Softwareversion 2026.20.5.1.

  • HW3 übernimmt zahlreiche Verbesserungen aus HW4.

  • Neu sind unter anderem:

    • Parken

    • Ausparken

    • Rückwärtsfahren

    • neue Arrival Options

    • neues Fahrprofil SLOTH

    • optimierte Geschwindigkeitssteuerung

    • verbesserte Benutzeroberfläche

    • Start von FSD direkt aus dem Parkmodus.

HW3 profitiert erstmals von HW4-KI

Eine der größten Neuerungen betrifft die zugrunde liegende künstliche Intelligenz.

Tesla erklärt, dass HW3 direkt von den Entscheidungen des HW4-V14-Systems lernt.

Dadurch profitieren ältere Fahrzeuge künftig ebenfalls von:

  • Reinforcement Learning (RL),

  • Offline-KI-Modellen,

  • verbesserten Fahrentscheidungen,

  • optimierter Szenenerkennung.

Damit schließt Tesla einen Teil der Leistungsunterschiede zwischen beiden Hardwaregenerationen.

Verbesserungen beim autonomen Fahren

Tesla nennt zahlreiche Optimierungen für den Alltag.

Verbessert wurden unter anderem:

  • Navigation

  • Autobahnauffahrten

  • Spuraufteilungen

  • Einfädeln

  • Reaktion auf Fußgänger

  • Ampelerkennung

  • Verhalten bei einschneidenden Fahrzeugen

Zusätzlich soll FSD insgesamt ruhiger fahren und unnötige Bremsmanöver deutlich reduzieren.

Parken, Ausparken und Rückwärtsfahren

Erstmals erhält HW3 nun:

  • automatisches Parken,

  • Ausparken,

  • Rückwärtsfahren.

Damit übernimmt FSD künftig deutlich mehr Aufgaben am Zielort und nähert sich dem Verhalten eines Robotaxis weiter an.

Neue Arrival Options

Neu sind außerdem die sogenannten Arrival Options.

Fahrer können auswählen, wo das Fahrzeug am Ziel anhalten oder parken soll:

  • Parkplatz

  • Straßenrand

  • Einfahrt

  • direkt am Bordstein

Tesla speichert diese Einstellungen für jedes Ziel dauerhaft.

Neues Fahrprofil "SLOTH"

Neben den bekannten Profilen erhält FSD ein weiteres Fahrprofil:

SLOTH

Dieses fährt:

  • langsamer,

  • defensiver,

  • mit vorsichtiger Spurwahl.

Gleichzeitig beeinflussen die verschiedenen Fahrprofile das Verhalten künftig deutlich stärker als bisher.

Geschwindigkeitssteuerung überarbeitet

Auch die Temposteuerung wurde angepasst.

Die Geschwindigkeit orientiert sich nun an:

  • Fahrerprofil,

  • Tempolimit,

  • Verkehrsfluss.

Das Scrollrad am Lenkrad steuert künftig direkt das gewünschte Fahrprofil statt einer festen Geschwindigkeitsabweichung.

Neue Benutzeroberfläche

Viele Einstellungen lassen sich jetzt direkt während der Fahrt ändern.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Speed Profile

  • Arrival Options

Die Bedienung erfolgt direkt über die FSD-Visualisierung auf dem zentralen Display.

FSD direkt aus dem Parkmodus starten

Neu ist außerdem:

Start Self-Driving From Park

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erscheint ein entsprechender Button auf dem Display.

Voraussetzungen sind unter anderem:

  • Fahrer sitzt korrekt auf dem Fahrersitz.

  • Sicherheitsgurt ist angelegt.

  • Innenraumkamera ist frei.

  • Fahrzeug ist fahrbereit.

Nach Betätigung des Buttons genügt ein kurzer Druck auf das Bremspedal, um FSD zu aktivieren.

Tesla weist ausdrücklich darauf hin, dass FSD (Supervised) weiterhin permanente Aufmerksamkeit des Fahrers erfordert und kein vollständig autonomes System darstellt.

Analyse

Mit FSD v14 Lite zeigt Tesla, dass auch Fahrzeuge mit Hardware 3 weiterhin von den neuesten Entwicklungen profitieren sollen. Besonders bemerkenswert ist der Einsatz von Knowledge Distillation, bei dem die leistungsfähigere HW4-KI als Lehrmodell für HW3 dient. Dadurch gelangen Funktionen wie Reinforcement Learning, verbessertes Fahrverhalten und neue Parkfunktionen auch auf ältere Fahrzeuge. Das Update reduziert den Abstand zwischen beiden Hardwaregenerationen deutlich und verlängert gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit vieler Tesla-Fahrzeuge.

Fazit

FSD (Supervised) v14 Lite gehört zu den umfangreichsten Software-Updates für Hardware 3 der vergangenen Jahre. Neue Parkfunktionen, Rückwärtsfahren, intelligente Arrival Options, das neue Fahrprofil SLOTH sowie zahlreiche Verbesserungen der Fahr-KI bringen viele der Fortschritte von HW4 auf ältere Tesla-Modelle. Damit unterstreicht Tesla erneut den Vorteil softwaredefinierter Fahrzeuge, die über Jahre hinweg kontinuierlich neue Funktionen erhalten.

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