Tesla feiert FSD-Zulassung in Tschechien: Großes Event mit Cybertruck und FSD-Testfahrten in Prag

Tesla feiert FSD-Zulassung in Tschechien: Großes Event mit Cybertruck und FSD-Testfahrten in Prag

Tesla hat die Zulassung von Full Self-Driving (Supervised) in Tschechien mit einem eigenen Event im Tesla Center Prag gefeiert. Am 3. Oktober 2026 konnten Besucher FSD (Supervised) bei Testfahrten selbst erleben, an Workshops teilnehmen und sich verschiedene Tesla-Modelle inklusive Cybertruck ansehen.

Tesla hat die Zulassung von Full Self-Driving (Supervised) in Tschechien mit einem eigenen Event im Tesla Center Prag gefeiert. Am 3. Oktober 2026 konnten Besucher FSD (Supervised) bei Testfahrten selbst erleben, an Workshops teilnehmen und sich verschiedene Tesla-Modelle inklusive Cybertruck ansehen. Das Event zeigt, welche Bedeutung Tesla der schrittweisen europäischen Einführung von FSD inzwischen beimisst.

Tesla veranstaltet eigene FSD-Feier in Prag

Tesla bezeichnete die Veranstaltung offiziell als:

„Exclusive Full Self-Driving (Supervised) Celebration“

Sie fand am 3. Oktober 2026 von 10:00 bis 17:00 Uhr im Tesla Center Praha in Průhonice statt. Tesla erklärte ausdrücklich, mit dem Event die Genehmigung von FSD (Supervised) in Tschechien zu feiern.

Damit ging Tesla deutlich über eine einfache Softwareankündigung hinaus.

Besucher konnten die Technologie direkt kennenlernen und ausprobieren.

Das bot Tesla beim FSD-Event

Programmpunkt Details
Datum 3. Oktober 2026
Uhrzeit 10:00–17:00 Uhr
Ort Tesla Center Praha
FSD-Testfahrten Ja
FSD-Workshops Drei Sessions
Cybertruck Vor Ort
Weitere Tesla-Modelle Tesla Line-up
Rahmenprogramm Musik, Getränke und weitere Überraschungen

Tesla bestätigte auf seiner offiziellen Eventseite sowohl die FSD-Testfahrten als auch die Workshops.

Drei Workshops zu Full Self-Driving

Tesla bot während des Tages drei separate Workshop-Zeiträume an.

Workshop 1: 11:00 bis 12:30 Uhr

Workshop 2: 13:00 bis 14:30 Uhr

Workshop 3: 15:00 bis 16:30 Uhr

Die Plätze waren begrenzt und mussten vor Ort separat reserviert werden.

Dabei sollte es nicht nur um eine theoretische Vorstellung gehen. Tesla kündigte ausdrücklich an, dass Teilnehmer FSD (Supervised) kennenlernen und selbst erleben können.

FSD-Demofahrten sind besonders interessant

Noch wichtiger als die Workshops dürften die angebotenen Testfahrten gewesen sein.

Tesla ermöglichte Besuchern, Full Self-Driving (Supervised) direkt im Straßenverkehr zu erleben.

Das ist für Tesla in Europa ein wichtiger Schritt.

Viele europäische Kunden kennen FSD bislang hauptsächlich aus Videos aus den USA oder anderen bereits freigeschalteten Märkten.

Mit offiziellen Demonstrationsfahrten kann Tesla die europäische Version nun direkt potenziellen Kunden zeigen.

Cybertruck ebenfalls in Prag

Tesla nutzte die Veranstaltung gleichzeitig als größeres Markenevent.

Explizit angekündigt wurde auch der:

Tesla Cybertruck.

Daneben konnten Besucher weitere Fahrzeuge aus dem Tesla-Line-up kennenlernen. Musik, Getränke und zusätzliche Überraschungen gehörten ebenfalls zum Programm.

Der eigentliche Mittelpunkt blieb jedoch FSD.

Warum darf FSD jetzt in Tschechien genutzt werden?

Die tschechische Entscheidung fiel bereits am 21. September 2026.

Tschechien erkannte die vorläufige Genehmigung von Tesla FSD (Supervised) an, die ursprünglich von der niederländischen Zulassungsbehörde RDW erteilt worden war.

Dabei handelt es sich um einen wichtigen regulatorischen Unterschied.

Tschechien hat nicht unabhängig eine komplett neue FSD-Typgenehmigung entwickelt.

Stattdessen wurde die bereits bestehende vorläufige Genehmigung aus den Niederlanden anerkannt.

Die Niederlande öffneten Tesla die Tür nach Europa

Die niederländische RDW spielte bei Teslas europäischer FSD-Strategie eine zentrale Rolle.

Im April 2026 erhielt FSD (Supervised) dort eine vorläufige Genehmigung nach Artikel 39 der EU-Verordnung 2018/858.

Dieser Mechanismus ist für neue Technologien beziehungsweise technische Konzepte vorgesehen, die noch nicht vollständig durch bestehende Vorschriften abgedeckt werden.

Andere EU-Staaten konnten diese vorläufige Genehmigung anschließend für ihr eigenes Staatsgebiet anerkennen.

Genau diesen Weg hat auch Tschechien gewählt.

Tschechien prüfte FSD mehrere Monate

Die Anerkennung erfolgte allerdings nicht automatisch.

Das tschechische Verkehrsministerium beschäftigte sich nach eigenen Angaben über mehrere Monate mit der Funktionsweise des Systems und den Bedingungen der europäischen Genehmigung.

Dazu gehörten technische und betriebliche Unterlagen sowie Beratungen auf nationaler und europäischer Ebene.

Die Entscheidung ist deshalb für Tesla besonders interessant.

Tschechien gehörte zuvor zu den europäischen Ländern, in denen noch Vorbehalte gegenüber einzelnen Funktionen bestanden.

FSD bleibt ein Fahrerassistenzsystem

Trotz des Namens „Full Self-Driving“ ist ein Punkt besonders wichtig:

FSD (Supervised) bedeutet in Europa kein vollständig autonomes Fahren.

Der Fahrer muss das System weiterhin überwachen und jederzeit eingreifen können.

Auch Reuters beschreibt das System als beaufsichtigtes Fahrerassistenzsystem, bei dem der Mensch weiterhin verantwortlich bleibt.

Die Bezeichnung „Supervised“ ist deshalb entscheidend.

Ein Tesla mit aktiviertem FSD wird dadurch nicht zu einem fahrerlosen Robotaxi.

Europa wird für Tesla immer wichtiger

Die tschechische Freigabe ist Teil einer deutlich größeren Entwicklung.

Im Laufe des Jahres 2026 haben mehrere europäische Länder FSD (Supervised) zugelassen beziehungsweise die niederländische Genehmigung anerkannt.

Zu den Ländern mit einer Freigabe gehören inzwischen unter anderem:

Niederlande, Litauen, Estland, Dänemark, Belgien, Slowenien, Tschechien und inzwischen auch Kroatien.

Kroatien bestätigte seine Freigabe Ende September.

Damit wächst die europäische FSD-Landkarte zunehmend.

Deutschland wartet weiterhin

Für deutsche Tesla-Fahrer bleibt die Situation dagegen unverändert spannend.

Deutschland gehört weiterhin nicht zu den Ländern mit einer entsprechenden Freigabe für Kunden.

Die ursprünglich für Oktober erwartete Entscheidung über einen breiteren europäischen Weg wurde zudem verschoben.

Eine EU-weite Entscheidung wird inzwischen frühestens im Dezember 2026 erwartet.

Damit könnten die kommenden Monate entscheidend dafür werden, ob FSD (Supervised) auch in Deutschland regulär verfügbar wird.

Warum gibt es noch keine EU-weite Freigabe?

Der Grund liegt unter anderem in weiterhin diskutierten Sicherheits- und Regulierungsfragen.

Besonders kontrovers ist eine Funktion, die eine Abweichung von erkannten Geschwindigkeitsbegrenzungen ermöglichen kann.

Der European Transport Safety Council hat deshalb dazu aufgerufen, die derzeit diskutierte EU-weite Genehmigung in dieser Form nicht zu unterstützen.

Hinzu kommen Fragen zur korrekten Erkennung von Tempolimits, zum Verhalten in komplexen Verkehrssituationen und zur Fahrerüberwachung.

Diese Diskussionen zeigen gleichzeitig, warum nationale Freigaben nicht mit einer endgültigen EU-weiten Zulassung gleichgesetzt werden dürfen.

Auch Tests in Belgien sorgen für Diskussionen

Wie intensiv FSD derzeit in Europa beobachtet wird, zeigt ein aktueller Test einer belgischen Verkehrssicherheitsorganisation.

Bei Fahrten über rund 400 Kilometer wurden unter anderem Situationen dokumentiert, in denen das System Geschwindigkeitsbegrenzungen falsch interpretierte. Die zuständigen Behörden betonten wiederum, dass der Fahrer weiterhin vollständig verantwortlich bleibt.

Solche Ergebnisse dürften bei den weiteren europäischen Beratungen eine Rolle spielen.

Sie bedeuten nicht automatisch, dass FSD seine bestehenden nationalen Genehmigungen verliert.

Sie zeigen aber, dass die regulatorische Bewertung weiterhin läuft.

Prag zeigt Teslas neue europäische Strategie

Genau deshalb ist das Event in Prag strategisch interessant.

Tesla beschränkt sich nicht mehr darauf, FSD lediglich regulatorisch freigeben zu lassen.

Das Unternehmen beginnt, die Technologie aktiv europäischen Kunden zu präsentieren.

Testfahrten und Workshops sind dafür besonders wirkungsvoll.

Statt FSD nur anhand von Videos oder technischen Beschreibungen zu erklären, können Interessenten unmittelbar erleben, wie das System mit europäischen Straßen, Kreisverkehren, Ampeln, Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern umgeht.

Von der Genehmigung zum tatsächlichen Produkt

Für Tesla beginnt nach einer regulatorischen Freigabe die nächste Phase.

FSD muss anschließend tatsächlich auf kompatiblen Kundenfahrzeugen verfügbar gemacht werden.

Dabei können Freigabe und Software-Rollout zeitlich auseinanderliegen.

Auch Hardwaregeneration und Softwareversion können Einfluss darauf haben, welche Fahrzeuge die Funktion erhalten.

Das ist für Deutschland ebenfalls relevant.

Selbst eine zukünftige regulatorische Zustimmung würde deshalb nicht zwangsläufig bedeuten, dass am gleichen Tag sämtliche kompatiblen deutschen Teslas FSD erhalten.

Europa könnte einer der wichtigsten FSD-Märkte werden

Für Tesla besitzt Europa eine besondere Bedeutung.

Die Straßen- und Verkehrssituationen unterscheiden sich teilweise erheblich von Nordamerika.

Enge Innenstädte, komplexe Kreuzungen, Kreisverkehre, unterschiedliche Beschilderung, Fahrradinfrastruktur und dichter Mischverkehr stellen andere Anforderungen an Fahrerassistenzsysteme.

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